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Der zweite Bergsturz, auf dem das Kloster Hilaribergl steht, könnte um ca. 1800 v. Chr. abgefahren sein. Im blau gefärbten Bereich konnte entsprechendes Gesteinsmaterial nachgewiesen werden. (Ortho-Foto des Landes, Grafik nach G. Patzelt)

Datum:
2006
Fotograf:
Unbekannt
Quelle:
Geodaten:
Tags:
Luftbild

Der zweite Pletzachbergsturz
ca. -1800

1. Datierung

Neuhauser: »Der zweite Bergsturz vom Pletzachkogel ist das am wenigsten erforschte Ereignis der drei uns bekannten Bergstürze bei Kramsach. Erst innerhalb der letzten zwei Jahre konnten einige neue Erkenntnisse über den mittleren Bergsturz gewonnen werden. Zwar hat man bereits vor etwa 30 Jahren organisches Material aus dem Absturzgebiet datiert, jedoch konnte es nicht stratigraphisch zugeordnet werden. Das Ergebnis der damaligen Untersuchungen würde allerdings sehr gut ins Gesamtbild passen: ca. 1500 v. Chr. Dieses Datierungsergebnis ist jedoch mangels weiterer Informationen nur als Anhaltspunkt zu sehen.« (Seite 12)

2. Ursachen

Patzelt datiert in seinem Vortrag in Kramsach (18. April 2013) den 2. Bergsturz zwischen 2000 und 1700 v. Chr. Er weist darauf hin, dass sich in dieser Zeit Naturereignisse dieser Art auffallend häuften: Vulkanausbruch von Santorin (Griechenland), Tschirgant-Bergsturz, Berchtesgadner Bergsturz am Hintersee, etc. Als gemeinsame Ursache dieser Ereignisse vermutet Patzelt daher weitläufige tektonische Aktivitäten der Erndkruste (Kontinentalplatten). Und Neuhauser: »Es wäre also durchaus möglich, dass ein Erdbeben den zweiten Bergsturz vom Pletzachkogel auslöste« (Seite 8)

3. Auswirkungen

Der zweite Bergsturz drängte den Inn Richtung Rattenberg und staute ihn laut Patzelt ca. 5 km zurück – die Ebenen zwischen Kramsach und Münster sind heute noch als Ergebnis dieser Ereignisse zu sehen.


Oberhauser, Andreas
Neuhauser, Georg: Der Pletzachbergsturz bei Kramsach, Diplomarbeit, 2006