< Zurück
Hinweis: Zum Vergrößern in das Foto klicken.
Mauerreste der Schintelburg, Blick von der Forststraße Richtung Inntal (Südosten)
29.03.2017
Andreas Oberhauser

Die Schintelburg
ca. 1150

Geschichte der Burg

Um 1150 wird die Burg vermutlich gebaut. Aufgrund der »regelmäßigen Steinlagerung« datiert Josef Weingartner (in »Tiroler Burgen«, 1971, S. 96) die Entstehung der Burg ins 12. Jahrhundert: »Erhalten sind hauptsächlich Teile der Ringmauer, die auf Grund ihrer regelmäßigen Steinlagerung wohl noch dem 12. Jahrhundert zuzuweisen sind.«

Weingartner weiter:

1240 war die Burg als Regensburger Lehen im Besitz des Pfalzgrafen Ratpoto von Ortenburg

1266 kam sie an die Freundsberger

1379 an die Herzoge von Bayern, die sie vielleicht auch früher schon einmal innehatten.

Um 1600 war sie bereits verfallen. Der Name hat sich auch noch im nahen Weiler Schintler erhalten.«

Zweck der Burg

Nach Hanns Bachmann (»Zur Siedlungsgeschichte der Gemeinde Kramsach«) verlief »über den Angerberg die uralte Heerstraße, die auch später durch Burgen, wie Neudeck, Schindlburg und Mariastein abgesichert wurde.« (in: Hanns Bachmann: »Das Buch von Kramsach«, 1972, S. 85).
Demnach wäre der Zweck der Burg die Sicherung der Heerstraße (Römerstraße) gewesen und der Verfall der Burg wäre mit der Verlegung dieser Straße plausibel zu machen.


Autor:
Andreas Oberhauser
Kategorien:
Quellen:
Josef Weingartner: Tiroler Burgen, 1971

Mauerreste der Schintelburg, Blick von der Forststraße Richtung Inntal (Südosten)
Aufgrund der »regelmäßigen Steinlagerung« wird die Ruine ins 12. Jahrhundert datiert.
Blick ins Inntal. Hier wird wohl irgendwo die Römerstraße verlaufen sein, die die Burg ...
Links sind die Stromleitungen zu sehen, unter denen die Forststraße heute verläuft. Rec...
Das heutige Ruinenfeld erstreckt sich über eine Länge von ca. 80 m.
Auf dieser Felskuppe über der heutigen Forststraße stand einst die Schintelburg.