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1930: Die Freiwillige Feuerwehr Kramsach unter Kommandant Hans Gang feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Die Aufnahme entstand beim »Bieberl«, heute Haus Friedbert Hueber, Kugelgasse 1, weil sich das damalige Gerätehaus in unmittelbarer Nähe befand. Links und rechts des Bildes die mit einem Fahrrad ausgerüsteten Melder; vorne links der Hornist, der die heutige Funktion der Sirene und des Folgetonhorns innehatte.

Datum:
1930
Fotograf:
Unbekannt
Quelle:
Freiwillige Feuerwehr Kramsach
Tags:
Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Kramsach wird gegründet
29.06.1880

1. Die Geschichte der FFW Kramsach

(Leicht gekürzt nach: Festschrift »125 Jahre FFW Kramsach«)

Am 29. Juni 1880 fassten einige beherzte Männer von Kramsach im Gasthof Luchner den Entschluss, in der Gemeinde eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Als dann am 9. Juli 1880 zur Gründungsversammlung gerufen wurde, fanden sich bereits genügend Männer ein, um eine tatkräftige Kommandantschaft wählen zu können. Gewählt wurden Thurwieser Peter als Kommandant, Ebenbichler Johann als Kommandantstellvertreter und Schriftführer, Vogl Alois als Kassier, Kastner Alois als Adjudant, Widmann Michael als Sektionsführer und Kremlicka Franz als Rohrführer.

Da es noch völlig an Ausrüstung und Material fehlte, war man glücklich, als von der k. k. Forst- und Domänendirektion die alte, schwere Lendspritze zur Verfügung gestellt wurde. Zu dieser Zeit brannten auf der Lende in Kramsach noch die Kohlenmeiler und deshalb war aus Sicherheitsgründen eine schwere Spritze vorhanden, die mit Handeimern gefüllt werden musste. Ausgestattet war diese mit einem nur 4 Meter langen, starren Druckrohr, welches der Rohrführer bediente, der bei den Löscharbeiten fast gegrillt wurde. Die mit dieser Spritze vertrauten Köhler traten fast alle der Feuerwehr bei.

Von den bei der Gründung eingetretenen 46 Mann waren 12 Köhler, 5 Glasbläser und Schleifer, 17 verschiedene Handwerker, 2 Bauern, der Rest Gastwirte, Kaufleute und Beamte. Auch mangelte es gänzlich an einer Einsatzkleidung. So musste bei einer Schauübung in Rattenberg die Feuerwehr Kramsach wegen ihres Räuberzivils abseits von Gästen zum Einsatz gelangen, machte sich aber schnell bemerkbar, weil sie als erste Wehr Wasser bringen konnte! Nach diesem Erfolg marschierte die junge Feuerwehr Kramsach stolz nach Hause, stach beim Luchnerwirt das erste gemeinsame Fass Bier an und legte mit 7 Kreuzer den Grundstock zur Feuerwehrkasse.

In der weiteren Folge versuchte man mit Eifer und Einfällen Geld für die Ausrüstung zu beschaffen: Unter anderem spielte eine Feuerwehr-Theatergesellschaft am Dachboden des Voldöpperwirtes mit Erfolg »Die Tochter des Räubers«, es wurde eine Christbaumfeier, Tombolaspiele und ein Kränzchen organisiert. Mit dem verdienten Geld wurden acht Steiger (der damalige »Stoßtrupp«) eingekleidet. Die Uniformröcke und Mützen bezahlten die Feuerwehrmänner aus der eigenen Tasche. Öffentliche Mittel standen damals noch nicht zur Verfügung.

1881 Trotzdem war der Wunsch nach einer brauchbaren Spritze groß, und bereits ein Jahr später, am 6. Juni 1881 wurde eine solche geliefert und von der gesamten Feuerwehr mit Musik vom Bahnhof in Brixlegg abgeholt.

Bezeichnend für die finanzielle Situation war, dass nicht die Gemeinde, sondern ein opferbereiter Feuerwehrmann seine Ersparnisse leihweise zur Verfügung stellte, damit diese notwendige Druckspritze auch bezahlt werden konnte.

Am 3. Juli 1881 fand das Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr statt. Es wurde ein großer Glückstopf organisiert, der durch den Eifer der Sammler und die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung ein voller Erfolg wurde. Mit Musik und Böller wurden die auswärtigen Besucher am Bahnhof Brixlegg abgeholt, von wo man zum Festplatz nach Kramsach marschierte. Nachmittags wurde eine große Schauübung aller Feuerwehren der Umgebung (Kramsach, Rattenberg, Brixlegg, Straß) abgehalten. Anlässlich dieses Gründungsfestes wurde die Freiwillige Feuerwehr Kramsach mit Wirkung vom 15. Mai 1881 in den Gauverband Deutsch-Tirols aufgenommen.

1923/1924: Auf Grund der strengen feuerpolizeilichen Bestimmungen konnten die üblichen Theaterräume, wie z. B. jener des Voldöpperwirtes nicht mehr benützt werde. So wurde in der Generalversammlung vom 26. Februar 1923 bekannt gegeben, gemeinsam mit Musikkapelle und Gesangsverein ein Theater bzw. einen Theatersaal zu bauen. Nach vielen Sammlungen, Bausteinaktionen, Holzspenden und der Mitarbeit aller Vereine konnte schließlich ein Jahr später, im Jahre 1924, das Volksspielhaus seiner Bestimmung übergeben werden.

1927: Mit Stolz konnte die Weihe der ersten Motorspritze vorgenommen werden.

1950: Am 2. und 3. September 1950 fand die Einweihung des neuen Gerätehauses am Duftnerplatz (heutiges Gemeindehaus) statt. Mit dieser Feierlichkeit war auch das 70-jährige Gründungsfest verbunden. Unter Mitwirkung der beiden Musikkapellen Kramsach und Mariathal wurde ein Fackelzug organisiert. Anschließend wurde eine Schauübung durchgeführt.

1958: Am 23. März 1958 hat die Feuerwehr ihre Feuerwehrfahne erhalten, gestiftet von der Schlossbäuerin Maria Klingler. Die Fahnenweihe fand vor der Kirche in Voldöpp statt.

1990: Um eine flächendeckendere Alarmierung zu ermöglichen, wurden zwei weitere Sirenen angekauft. Zusätzlich zum Standort Gemeindehaus wurde eine in Moosen und eine am Spießbichl montiert. Letztere fand Jahre später ihren endgültigen Platz am Dach des Volksspielhauses.

1996/1997: Nach der Modernisierung des Fahrzeugstandes war eine Erweiterung oder überhaupt der Neubau eines Gerätehauses dringend notwendig. Kommandant Manfred Stöger war die treibende Kraft, sodass es am 5. Oktober 1996 möglich war, den Spatenstich durchzuführen. Es war aber auch der Weitblick des damaligen Gemeindevorstandes, allen voran Bürgermeister Egon Außerhofer und Vizebürgermeister Adolf Widmann, die das Grundstück an der Lände zur Verfügung stellten. Die Gesamtbaukosten betrugen 17 Millionen ATS, einschließlich Einrichtungen, Vorplatz und Einfriedung. 2,5 Millionen ATS betrug die Eigenleistung der Feuerwehr.
Am 24. November 1997 konnte in das neue Gerätehaus übersiedelt werden

2. Das Mannschaftsfoto 2011

Von links:
1. Reihe: Gustl Loinger, Vinzenz Duftner, Bernd Haas, Siegfried Thumer, Pepi Bauer, Helmut Ebenbichler, Josef Gögl, René Arzberger, Manfred Stöger, Erich Lederer, Adi Schinnerl, Alfred Luchner, Hansjörg Fahrmair, Georg Duftner, Benjamin Weber, Hanspeter Stöger, Johann Fahrmair;
2. Reihe: Bernhard Unterrainer, Anton Schmutz, Martin überall, Markus Reischer, David Steinberger, Hannes Innerbichler, Hannes Ellmaier, Franz Volland, Werner Soboll, Franz Angerer, Werner Auer, Ernst Hölzl, Peter Moser, Josef Braunegger, Erwin Luchner, Bruno Hanika;
3. Reihe: Clemens Steinberger, Tobias Steinberger, Harald Azwanger, Georg Walcher jun., Otto Gögl, Jakob Bramböck, Stefan Madersbacher, Pascal Di Maio, Max Rauter, Niki Angerer, Christoph Mooser, Georg Nederegger, Peter Niederkofler, Franz Atzl, Georg Walcher sen., Josef Zeindl, Jakob Duftner, Phillip Di Maio;
4. Reihe: Manfred Bauhofer, Gerhard Reischer, Simon Innerbichler, Sepp Spindlegger, Rupert Mooser, Reinhard Gertl, Thomas Innerbichler, Thomas Kremlicka, Robert Untertrifaller, Peter Azwanger, Alexander Callegari, Andreas Rohregger, Helmut Gögl, Klaus Kapfinger, Hannes Kostenzer, Martin Zeindl, Heinz Steinlechner, Stefan Luchner, Thomas Madersbacher;
5. Reihe: Robert Autengruber, Fritz Leimgruber, Dominik Gloiser, Simon Moser, Siegfried Niederkofler, Thomas Fahrmair, Falko Fahrmair, Hans Moser, Thomas Azwanger, Thomas Volland, Andreas Goldbacher, Harald Wilhelm, Christopher Unterberger, Andreas Moser, Fritz Zeindl, Otto Unterrainer, Richard Kapfinger, Dominik Unterberger.

3. Einsätze in Auszügen

1882: Laut Chronik rückte die junge Wehr am 10. Juli 1882 erstmals aus: sie wurde zu einem Zimmerbrand bei Andrä Salzburger, Hoisenbauer in Voldöpp, gerufen. Das Feuer konnte noch vor Einsatz der Handdruckspritze gelöscht werden.

2. 11. 1883: In den Nachtstunden rückten die Feuerwehrmänner zum Ziegelbrennerhaus des Josef Einberger aus. Das Wohnhaus und das Wirtschaftsgebäude standen in Flammen. Der Einsatz dauerte die ganze Nacht und das Gebäude konnte bis auf den Dachstuhl gerettet werden.

14. 11. 1887: Die Glashütte des August Kalus stand in Vollbrand. Glasschneiderei, Binderei und Dachstuhl waren nicht mehr zu retten. Zwei Feuerwehrmänner wurden bei diesem Brand schwer verletzt.

22. 10. 1892: Das Walzwerk der Messingfabrik Achenrain brannte.

29. 10. 1893: Im Hause Leitner im Winkl entstand ein Brand. Die Feuerwehr hatte an diesem Tag mit großer Freude ihre neue Handdruckspritze »Czermak- Teplitz« mit Musikbegleitung am Bahnhof Brixlegg abgeholt und zur Erprobung eine übung nächst dem Gappenwirt durchgeführt. Als man nach der Spritzenweihe zum gemütlichen Teil übergegangen war, hatte Leitner – offenbar zur Erprobung der Spritze – sein Haus in Brand gesteckt. Der gemütliche Teil war damit beendet und im darauffolgenden Einsatz konnte nur mehr das Untergeschoß des Hauses gerettet werden.

24. 6. 1896: Das hölzerne Tuschenhäusl brannte, welches der Forstverwaltung gehörte (heute Villa Egger, Lendbühel). Das Haus war eine einzige Fackel und es konnte nichts gerettet werden, außer das vor dem Haus lagernde Brennholz.

1. 7. 1902: Durch Blitzschlag entstand ein Brand an der Waidachkirche, der rasch gelöscht werden konnte. Dem Brand fiel der hölzerne Turm zum Opfer.

1914: Aus diesem Jahr ist noch ein Brand in der Glashütte erwähnt, bevor die schriftlichen Aufzeichnungen während des 1. Weltkrieges fehlen. In Erinnerung sind jedoch Großbrände beim Hueber im Jahr 1915 und beim Andres im Jahr 1918.

3. 8. 1921: Der Sägespäneturm in der Landessäge brannte, ein übergreifen des Feuers auf andere Gebäude konnten verhindert werden.

1931: Durch Brandlegung wurde im Sommer das Weingartenanwesen eingeäschert.

1939–1945: In der Zeit des Zweiten Weltkrieges erhielt die Feuerwehr ihr erstes Löschfahrzeug. Mit diesem Fahrzeug wurde die Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe wesentlich verbessert, um schließlich auch zu verschiedenen Brandbekämpfungen in Städte gerufen zu werden. 1943 wurde ein Löschzug in München eingesetzt, im Jahre 1945 ein solcher in Innsbruck.

Im April 1945 erreichte schließlich der Krieg selbst die Gemeinde Kramsach. Luftangriffe auf die Brixlegger Innbrücke entfachten auch Brände in der Hagau, im Winkl, im Landessägewerk und am Ländbühel. Dabei waren auch Tote zu beklagen. Im Dezember musste ein Garagenbrand bei Alois Halfinger bekämpft werden.

1947: Ein überhitzter Ofen war Brandursache in einer Baracke beim Geiger, die von französischen Besatzungstruppen bewohnt war.

1948: In diesem Jahr ist ein Brand in der Fa. Lobmeier, Glasmanufaktur in Mariathal, zu verzeichnen.

1953: Zwei Großbrände müssen aus diesem Jahr erwähnt werden. Während des Tages brach im damaligen Erziehungsheim in Mariathal (heute Landessonderschule) ein Brand aus und setzte das Klostergebäude in Flammen. Unter Mithilfe der Nachbarfeuerwehren konnten die umliegenden Wohnhäuser, die Kirche und der angrenzende Wald geschützt werden. Das Dachgeschoß des Erziehungsheimes brannte nieder. Im Fachental entstand Feuer im hölzernen Wohnhaus des Rudolf Rampl. Dachstuhl und erster Stock wurden zerstört.

21. 7. 1955: Das hölzerne Gebäude der Seerestauration »Rheintalersee« wurde durch einen Großbrand vollständig zerstört.

1965: In der Zeit vom 21.6. bis 1.7. wurde unsere Gemeinde von einem bis dahin nicht gekannten Hochwasser heimgesucht. Der Inn trat über die Ufer und überschwemmte große Gebiete in den Ortsteilen Hagau, Elend, Badl, Weidach und Mittelkramsach. Zehn Tage und Nächte stand die Feuerwehr ohne Unterbrechung im Einsatz.

1966: Wieder einmal war Blitzschlag die Ursache für einen Brand. Der Maschinenraum des E-Werkes in der Mosau wurde zerstört, das E-Werk stellte daraufhin seinen Betrieb ein.

1971: Das Werkshaus der Firma SIAG wurde ein Raub der Flammen.

1976: Abgeschossene Feuerwerkskörper aus einer Jagdhütte waren der Auslöser für einen Waldbrand in der Bärengrube am 1. Jänner. Dabei wird erwähnt, dass der damalige Kommandant Duftner unter schwierigen Verhältnissen das Tanklöschfahrzeug über den steilen und vereisten Güterweg nahezu bis an die Brandstelle fahren konnte. Bei diesem Einsatz bewährte sich auch der Funkeinsatz.

8. 8. 1987: Dachbodenbrand: Dachgeschoss und Dachstuhl bei der Firma Taxi Wimpissinger standen in Vollbrand.

2. 3. 1990: Firmenbrand: Durch einen Großbrand wurde die Wäscherei Adamer & Kneissl in Schutt und Asche gelegt. Wenige Stunden später, am 3. 3. 1990 musste die Feuerwehr erneut zu einem Großbrand ausrücken: Das Betriebsgebäude der Verpackungsfirma Egger stand in Vollbrand. Die Abdrücke von Schuhen mit grobstolligem Profil überführten kurze Zeit darauf den 25jährigen Brandstifter, der beide Brände gelegt hatte.

5. 4. 1993: Brand der Loar: Kinder waren vermutlich der Grund, dass der Schilfgürtel des Biotops Loar in der Hagau in Brand geriet.

28. 1. 1994: Sturmschaden: Große Schäden richtete ein Sturm im Bezirk Kufstein an. Im Kramsacher Ortsteil Seebühel wurden ganze Waldstriche abgeholzt.

27. 2. 1995: Explosion bei Mineralölfirma Azwanger: Ausströmende Gase waren Ursache für eine gewaltige Explosion, die die Fahrzeughalle der Mineralölfirma Azwanger wie ein Kartenhaus zusammenstürzen ließ. Dabei kam der Kaufmann und Feuerwehrkamerad Richard Azwanger ums Leben.

7. 10. 1999: Firmenbrand: Nachbarschaftshilfe beim Brand der Firma Meusburger in Rattenberg.

4. 1. 2002: Nachbarschaftshilfe beim Brand der Hauptschule Rattenberg.

12. 1. 2002: Nachbarschaftshilfe beim Brand im Fabriksgelände der Montanwerke Brixlegg.

6. März 2005: Brand beim Schlossbauern (Stallerhof) neben der Volksschule. Gegen 8 Uhr morgens kam es zum Vollbrand des unbewohnten Bauernhauses. Der Wohntrakt war stark einsturzgefährdet und musste in Folge mit einem Bagger vollständig abgetragen werden. Im Einsatz standen drei Feuerwehren mit 10 Fahrzeugen und ca. 80 Mann. Erst gegen 15.20 Uhr wurden die Löscharbeiten eingestellt. Endgültiges »Brand-Aus« konnte aber erst nach weiteren Löscharbeiten am darauffolgenden Tag gegeben werden.

23. August 2005: Hochwasser-Katastropheneinsatz in Kramsach. Nachdem bereits gegen 6.00 Uhr morgens ein erster Keller ausgepumpt werden musste und Kontrollfahrten an den Ufern von Inn und Ache durchgeführt wurden, überschlugen sich gegen 9.00 Uhr die Ereignisse: Der Inn trat im Bereich Moosfeld über die Ufer und die Parterrebereiche vieler Häusern wurden regelrecht geflutet. Nur unter Mithilfe aller verfügbaren Einsatzkräfte konnten viele weitere gefährdete Bereiche durch Sandsäcke und Schutzdämme von den Wassermassen abgeschotet und eine Katastrophe für weite Teile Kramsachs verhindert werden.

8. September 2007: Tragischer Wanderunfall im Bereich der Tiefenbachklamm forderte am Nachmittag zwei Todesopfer. Gegen 17.00 Uhr durchwanderte eine 11-köpfige Gruppe aus Deutschland, darunter ein 8-jähriges Mädchen mit seinen Eltern, die Tiefenbachklamm. Das Mädchen dürfte dabei unglücklich gestolpert sein und stürzte in weiterer Folge über einen steilen Abhang in die Hochwasser führende Brandenberger Ache. Beim Versuch, ihr Kind aus dem reißenden Gewässer zu retten, wurde auch die Mutter von den Wassermassen mitgerissen und abgetrieben.

21. Oktober 2014: Der Wetterbericht prophezeite für die Nachtstunden nichts Gutes: Sturmböen mit hohen Geschwindigkeiten wurden erwartet und brachen – so wie vorhergesagt – gegen 22.00 Uhr mit voller Wucht über unser Dorf herein. Das Sturmtief »Gonzales« wütete fast 2 Stunden und unsere Feuerwehrmänner mussten zu mehr als 20 Einsätzen ausrücken. Aber erst am nächsten Tag zeigten sich die enormen Schäden an Dächern, Kaminen, Fassaden, Zäunen und auch in der Natur: Bäume waren wie Streichhölzer geknickt, hatten Wege und Straßen verlegt und es grenzt an ein Wunder, dass trotz der Heftigkeit des Unwetters »nur« Sachschäden zu beklagen waren.


Oberhauser, Andreas
125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kramsach, 2005;