Lupe aktivieren: Maus über das Bild bewegen
Fotogalerie öffnen: Auf das Bild klicken

Das Kloster Hilaribergl im Jahr 1884. Erst 1906 wurde die Vorhalle angebaut.

Datum:
1884
Fotograf:
Unbekannt
Quelle:
Angerer, Josef
Tags:

Die Anfänge des Hilaribergls: Eine kleine Marienkapelle
1689

Im Jahr 1689 zog sich der Karmeliter-Bruder Hilarion (gelegentlich »Hilarius«) auf den Schuttkegel des Pletzachbergsturzes zurück: Er richtete hier eine Einsiedelei ein und daneben eine kleine Marienkapelle.

1692: Drei Jahre später wurde es »amtlich«: Bruder Hilarion erhielt von den zuständigen Stellen die offizielle Erlaubnis, für seinen und der Kapelle Unterhalt in der Gegend Almosen zu sammeln. Und schon bald wurde der Ort nach dem hier lebenden Einsiedler »Hilaribergl« genannt.

1711: Am 26. Juni stirbt Bruder Hilarion und wird am Klosterfriedhof beigesetzt.

1746: Die kleine Kapelle wurde gerne von vielen Wallfahrern besucht und war bald zu klein – Sebastian Mayr, der Pfarrer von Breitenbach, suchte daher um die Bewilligung zur Errichtung einer Kirche an.

1787: Im Zuge der Kirchenreformen Kaiser Joseph II. wurde 1787 die Wallfahrt aufgehoben und das Kirchlein fiel an den sogenannten »Religionsfond«, in dem alle weltlichen Besitztümer aller Kirchen zu einem neuen, vom Staat verwalteten Vermögen zusammengefasst werden sollten.

Karmeliter

Die Karmeliten sind ein um das Jahr 1150 vom französischen Einsiedler Berthold gegründeter Eremitenorden. Ihr Name leitet sich vom Berg Karmel im heutigen Israel ab, auf dem der Prophet Elia sich aufgehalten haben soll. Ihre Ordensregel schreibt ein zurückgezogenes, kontemplatives Leben vor.


Oberhauser, Andreas
Bachmann, Hanns: Das Buch von Kramsach, 1972 (S. 277f)
Gemeindezeitung 2010-04